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20.10.2019

Deutsche Schulen in Sankt Petersburg: Orte der Begegnung

Auf Initiative von Bundesaußenminister Heiko Maas wurde 2019 der Förderwettbewerb „Erinnern für die Gegenwart“ für Deutsche Auslandsschulen ausgeschrieben. Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen die Deutschen Auslandsschulen aufgerufen, für das Schuljahr 2019/2020 Projekte zur Erinnerungskultur zu entwickeln. Der Wettbewerb „Erinnern für die Gegenwart“ möchte die Deutschen Auslandsschulen dazu anregen, sich mit dem historischen Umfeld der Schule auseinanderzusetzen.
Am Ende des Schuljahres 2018/2019 hat unsere Schule einen Projektentwurf ausgearbeitet und vorgelegt. Dabei hat uns der Elternvertreter in der Steuergruppe, Herr Dietmar Wulff, sehr unterstützt. Wir bedanken uns bei ihm sehr herzlich und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Die Jury des Wettbewerbs „Erinnern für die Gegenwart“ hat über die eingereichten Projektskizzen im Juli 2019 entschieden. Wir freuen uns sehr, dass das von unserer Schule eingereichte Projekt gefördert und unterstützt wird.

Was bedeutet die Teilnahme an dem Projekt für unsere Schule?

Wir gehen mit dem Projekt einen weiteren Schritt in unserer innenschulischen Entwicklung. So ist es für unsere 10-jährige Schule wichtig, sich bewusst zu machen, welche Geschichte mit uns verbunden ist und wie wir uns weiterentwickeln.

Weiterhin ist das Projekt äußerst öffentlichkeitswirksam. Wir vernetzen uns mit anderen Deutschen Schulen im Ausland, die am Wettbewerb teilnehmen, und bekommen neue Impulse. Wir führen das Projekt in Kooperation sowohl mit einigen außerschulischen Partnern als auch mit externen Experten in Sankt Petersburg durch. Auch die Schulöffentlichkeit wird aktiv einbezogen.

Der Ablauf des Projektes wird regelmäßig dokumentiert. Einige Ergebnisse unserer Projektarbeit werden in einer Schulkonferenz veröffentlicht.

Sehr wertvoll ist auch die Unterstützung aus Deutschland, die auf mehreren Ebenen stattfindet. Natürlich bekommen wir finanzielle Mittel, aber viel wichtiger ist die didaktische und methodische Beratung. Dieses Wissen gibt uns weitere Impulse für die Entwicklung der Schule.

Die Kerngruppe bilden die Schülerinnen und Schuler der Sekundarstufe I. Aber wir hoffen auf eine breitere Teilnahme an dem Projekt, die unsere Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassenstufen verbindet. Sie sammeln Erfahrung in der Teamarbeit und werden sich in neuen Rollen testen.

Nach Projektabschluss 2020 werden die besten drei Projekte zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen und von Bundesaußenminister Maas ausgezeichnet.

Tatiana Andronenko,
Projektleiterin

Ablauf des Projektes

Interviews mit ElternBesuch des FortbildungsseminarsArbeit in der RecherchegruppeFührung in der Russischen Nationalbibliothek

Wer?

einige Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse im Rahmen des Unterrichts „Russisch als Landessprache“

Was?

Durchführung von Interviews mit einigen Eltern im Rahmen des Wettbewerbs „Erinnern für die Gegenwart“ auf Russisch und auf Deutsch zum Thema „Warum ausgerechnet die Deutsche Schule?“ 

Wann?

seit Mitte Dezember 2019 bis heute und fortlaufend; durchschnittlich ein Interview pro Woche

Wo?

in der Schule, hauptsächlich in der Bibliothek

Wie?

nach sorgfältiger Vorbereitung und Proben in der Klasse mit Freude und mit jedem Mal sicherer; mit Videoaufnahme und Dankbarkeit allen Gästen gegenüber für die Teilnahme

Warum? 

um rauszukriegen, wie sich die Eltern eine deutsche Schule vorstellen und welche Eigenschaften der Deutschen Schule für unsere Elternschaft besonders wichtig sind

Wer?

die Verantwortliche für das Projekt „Erinnern für die Gegenwart“ Tatiana Andronenko

Was?

Teilnahme am Fortbildungsseminar für Projektverantwortliche im Wettbewerb „Erinnern für die Gegenwart“ mit den folgenden Programmpunkten:

– Auftakt: Lesung der deutsch-französischen Autorin Géraldine Schwarz aus ihrem Buch „Die Gedächtnislosen“

– Begrüßung durch die Staatsministerin Frau Michelle Müntefering und durch die Leiterin der ZfA Heiko Toledo

– Kennenlernen, Vernetzung und Austausch der Verantwortlichen für 59 Projekte des Wettbewerbs

– Besuch von Lernorten: „7 x jung – Lernort von Gesicht Zeigen!“ 

– Workshops:

  1. Fachmethoden zur Erinnerungskultur 
  2. Arbeit mit Zeitzeugen 
  3. Projektmanagement und Mittelverwaltung 
  4. Produkte und Digitalisierung 
  5. Öffentlichkeitsarbeit 

Wann?

16.-18. Oktober 2019

Wo?

in Berlin

Wie?

Intensiv, interessant, sehr hilfreich für eine optimale Umsetzung des Projektes, methodisch und inhaltlich gewinnbringend

Warum? 

– um die Arbeit am Projekt besser gestalten zu können, 

– neue Methoden und rechtliche Kenntnisse zu bekommen, 

– eine weltweite Vernetzung mit anderen Deutschen Schulen im Ausland zu festigen, 

– Umgang mit den Finanzen zu lernen,

– offene Fragen zu klären

Link zu dem Bericht über das Seminar auf der Webseite der Zentralstelle für das Auslandschulwesen.

Wer?

die Recherche-Gruppe der SEK I

Was?

Sammlung der ersten Eindrücke von der Archivarbeit, Findung der für das Projekt relevanten Informationen aus verschiedenen Quellen und Erstellung der digitalen Datenbank

Wann?

donnerstags in der 7. Stunde

Wo?

in der Schule, hauptsächlich in der Bibliothek oder im Computerraum

Wie?

unter der Leitung von Frau Anna Dyagileva, Studentin der Fakultät für Geschichte an der Higher School of Economics, St. Petersburg im 3. Jahr

Warum? 

um die Materialen für die weitere Arbeit zu sammeln, die von der Zeitleiste-, der Theater- und der Experten-Gruppe benutzt werden sollen 

Wer?

die Recherche-Gruppe der SEK I und weitere TeilnehmerInnen des Projektes begleitet von dem Geschichtslehrer Herrn Friesen und der Projektverantwortlichen Frau Andronenko

Was?

Führung in der Russischen Nationalbibliothek

Wann?

am Donnerstag, den 30. Januar 2020 von 10:00 bis 11:45 Uhr 

Wo?

in der Russischen Nationalbibliothek, Sadovaja Straße 18

Wie?

Die Gruppe ist mit der U-Bahn hin und zurückgefahren, hat sehr interessiert sehr viele neue Informationen über die Bibliothek und Bibliothekswissenschaft bekommen, einige Raritäten gesehen und die Organisation einer Bibliothek kennengelernt.

Warum? 

um den ersten Eindruck von der Arbeit und Aufbewahrung alter Bücher und Archivmaterialien zu bekommen, was bei der Arbeit an den Archivdokumenten helfen soll  

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