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Fernunterricht

06.12.2020

Evaluation des Fernunterrichts an der DSP

Im März musste die Schule mit dem Fernunterricht ziemlich spontan beginnen. Im Laufe von zwei Wochen wurde der Unterricht auf eine ganz neue Art und Weise organisiert, sodass wir das Schuljahr fern abschließen mussten. Seit Beginn dieses Schuljahres unterrichten wir wieder im Präsenzformat, müssen uns trotzdem aber immer wieder auf Plan „B“ vorbereiten.

Zu diesem Zweck haben die für die Entwicklung des Lernprozesses an der Deutschen Schule verantwortlichen Lehrerinnen Anastasiya Loseva und Anna Kotova eine umfassende Analyse des bisherigen Fernunterrichts durchgeführt. Sie befragten Lehrkräfte, Eltern und Kinder und fanden heraus, was gut organisiert war und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

Eine solche facettenreiche Sicht des Problems wird dazu beitragen, den Prozess der Digitalisierung des Unterrichts allgemein zu optimieren. Das heißt, selbst wenn sich der Fernunterricht nicht wiederholen sollte – und das wünschen sich Kinder, Eltern und Lehrkräfte – werden die Schlussfolgerungen einen Schritt nach vorn in Richtung „Unterricht der Zukunft“ ermöglichen, in dem digitale Technologien unverzichtbar sind.

Die Durchführung der Evaluation hatte für jede Gruppe einen eigenen Ansatz. Mit den Kindern führten sie zum Beispiel Interviews durch. Wie es sich herausstellte, lernten selbst die jüngsten Schülerinnen und Schüler schnell den Umgang mit Computern und schlossen sich dem Lernprozess an. „Papa hat mir 1-2 Tage lang geholfen, und dann habe ich alles alleine gelernt“, sagte einer der Schüler der 2. Klasse. Einige klagten jedoch darüber, dass die Eltern den Lernprozess beispielweise mit Kochen und weiteren Geräuschen störten. Außerdem fanden die Lernenden nicht gut, dass die Regeln im Unterricht bei verschiedenen Lehrkräften unterschiedlich seien, und es schwierig war, sich daran zu gewöhnen.

Die Lehrerschaft selbst stellte fest, dass der Mangel an der notwendigen Ausrüstung und die Unmöglichkeit, auf jedes Kind individuell einzugehen, sie daran hinderte, den Unterricht genauso wie in der Schule durchzuführen. Um diese Probleme zu lösen, kaufte die Schule iPads für alle Lehrer, abonnierte die Lernschulmanagementplatform „MS Teams“ für alle Klassen und plant einen Leitfaden für Gruppen- und Partnerschaftsarbeit, der über den regulären Unterricht hinausgeht, zu entwickeln.  

Auch die Eltern äußerten ihre Meinung zum Fernunterricht. Wir baten sie, nicht nur die Qualität des Online-Lernprozesses zu bewerten, sondern auch den Informationsprozess. Die Eltern sagten, dass sie manchmal wichtige und relevante Informationen nicht immer rechtzeitig erhielten und dass die Kinder während des Unterrichtsprozesses zusätzliche Hilfe benötigten. Deswegen werden wir jetzt versuchen, den Prozess der Elterninformation zu optimieren und die Schulkinder technisch unabhängiger zu machen. Im Allgemeinen waren die Familien mit der Art und Weise, wie der Fernunterricht organisiert wurde, zufrieden, da der Unterricht keinen einzigen Tag unterbrochen wurde und das neue Lernformat es den Kindern ermöglichte, neue Fähigkeiten zu erlernen.

Die Ergebnisse dieser umfangreichen Studie wurden während der Gesamtkonferenz der Schule im September 2020 vorgestellt. Neue Ziele wurden genannt und daran werden verschiedene Gremien in diesem Schuljahr arbeiten. Der vollständige Bericht ist im Bereich „Elterninformation“ verfügbar (Zugang per Passwort oder auf Anfrage an die E-Mail-Adresse der Schule).

Daria Illarionova,
PR- und Marketingbeauftragte

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