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Eingewöhnungszeit

„Übergänge sind immer etwas, das Kindern mehr oder weniger stark zu schaffen macht“ (Diplom-Psychologe Bodo Reuser)

 

Damit das Kind sich langfristig wohl im Kindergarten fühlt, soll es sich mit wenig Stress im Kindergarten eingewöhnen. Die erste Zeit im Kindergarten bedeutet für jedes Kind eine große Veränderung: überall sind unbekannte Kinder, andere Spielsachen, neue Bezugspersonen, und in unserem Kindergarten oft auch eine fremde Sprache. Um dem Kind den Trennungsschmerz zu erleichtern, gibt es die sogenannte Eingewöhnungsphase. Innerhalb einiger Wochen kann sich das Kind mit den neuen Bezugspersonen vertraut machen und die zahlreichen Eindrücke verarbeiten. Anfangs sind Mama oder Papa ständig dabei, nach und nach ziehen sie sich zurück.

Wie läuft die Eingewöhnungsphase ab: Anfangs sind Mama oder Papa für die ganze Zeit mit ihrem Kind in der Einrichtung. Im nächsten Schritt gehen sie für ein paar Minuten an die Tür, wo das Kind sie immer noch sehen kann. Bleibt das Kind ruhig –fangen wir in den nächsten Tagen den ersten Trennungsversuch an. Dabei verabschieden sich die Eltern von dem Kind und verlassen den Gruppenraum. Zeigt das Kind Unruhe und Angst und lässt sich dabei von den Erzieherinnen nicht beruhigen, dann wird die Trennung in wenigen Minuten abgebrochen. Ist es zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage, die Trennung zu vollziehen, wird der Versuch zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt. Läuft der kurze Trennungsversuch erfolgreich, so werden die nächsten Trennungen immer länger bis das Kind den ganzen Vormittag ohne Mama oder Papa verbringen kann. In der nächsten Woche kann das Kind zum Schlafen bleiben.

Die Psychologen haben nachgewiesen, dass der psychoemotionale Zustand des Kindes von den Gefühlen der Bezugsperson (Mama oder Papa) abhängt. Je sicherer die Eltern bei der Trennung sind, desto leichter läuft die Eingewöhnung ab.

Die Eingewöhnung verläuft bei jedem Kind anders und braucht unterschiedlich viel Zeit. Das hängt auch von der individuellen Erfahrung des Kindes ab. Ob allerdings die Eingewöhnung sechs Tage oder vier Wochen dauert, bestimmt allein das Kind. Die Mindestzeit für die Eingewöhnung beträgt grundsätzlich drei Tage. Die Erzieherin beobachtet das Verhalten des Kindes und zieht eine Schlussfolgerung für die Länge der Eingewöhnung. Diese muss jeden Tag neu anhand des Verhaltens des Kindes überprüft werden, vor allem nach dem vierten Tag.

Grundsätzlich sollte ein Kind während der Eingewöhnung die Kita nur halbtags besuchen. Auch nach dem Abschluss der Eingewöhnung ist es sinnvoll, die Aufenthaltsdauer des Kindes in der Kita nur langsam zu steigern. Es ist jedoch wichtig, dass die Eltern in den folgenden zwei Wochen telefonisch gut erreichbar sind und das Kind bei Bedarf abholen können.

Die sanfte Eingewöhnung schenkt aber jedem Kind Sicherheit, hilft ihm, das Vertrauen zu der neuen Umgebung und den Erzieher/innen aufzubauen und sich in der neuen Gruppe wohl zu fühlen.

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